So bereitest du einen Klopfdurchgang vor
Das Wichtigste bei der Vorbereitung ist, dass du dich gut auf das Gefühl einlässt, das du beklopfen willst – und dass du es möglichst genau formulierst.
1. Das Gefühl benennen
Frage dich ganz wörtlich: „Was ist das für ein Gefühl, das ich jetzt gerade habe?“ Häufig sind es Angst, Ärger, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Scham. Es können auch Körperwahrnehmungen sein, etwa Schmerz oder Druck an einer bestimmten Stelle.
2. Den Satz genau formulieren
Formuliere das Gefühl möglichst treffend und sprich den Satz während des Klopfens laut aus. Durch das laute Aussprechen werden zusätzliche Gehirnareale angesprochen.
Ein Beispiel: Besser ist „mein Ärger, dass ich jetzt gerade wieder nicht schlafen kann, weil ich Schmerzen im Arm habe“ als das allgemeine „es nervt mich, dass ich nicht schlafen kann“. Die genaue Formulierung ist entscheidend – manchmal macht eine einzelne Wortwahl einen spürbaren Unterschied.
3. Den Stresspegel einschätzen
Wenn du einen Satz gefunden hast, der deine Gefühlslage gut beschreibt, schätze deinen Stresspegel spontan auf einer Skala von 1 bis 10 ein. 1 heißt: fast nicht bemerkbar. 10 heißt: kaum auszuhalten.
Wichtig ist, dass du das spontan machst und nicht lange darüber nachdenkst. Schreib dir die Zahl am besten auf. Passieren kann dir dabei nichts – erfahrungsgemäß verändert sich etwas.
4. Ein Ziel formulieren
Im nächsten Schritt geht es darum, ein Ziel zu formulieren. Oft ist die eigentliche Ursache nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Es braucht Gespür und etwas Fachwissen, um die dahinterliegenden Denkmuster zu erkennen und zu klären. Hier kann eine Beratung helfen: Ich unterstütze dich dabei, in den richtigen Fokus zu kommen und ein Thema effizienter aufzuarbeiten.
Wie das Klopfen selbst funktioniert, zeige ich dir unter Die Klopfpunkte und im Beispiel für einen Klopfdurchgang.
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