​Bei den Anleitungen zum Klopfen ist fast immer von negativen und belastenden Gefühlen die Rede – warum nichts Positives?

Es geht ja darum, die negativen Belastungen aufzulösen, und zwar dauerhaft.  Dazu muss man sie erst einmal aus dem Unterbewussten hervorholen.  Am Bestern kann man sich darauf fokussieren, wenn man das negative Gefühl laut ausspricht – und dieses momentane Gefühl so genau wie möglich definiert und fokussiert.  Wenn dann eine Belastung aufgelöst wird, gibt das automatisch Platz für positive Emotionen wie > innerer Friede, Freiheit, Ruhe und Ausgeglichenheit>.  Das kann sich auch durchaus i​n einer körperlichen Entspannung am Ende einer Sitzung zeigen, wie ich es persönlich und bei KlientInnen schon oft erlebt habe.  Es entspricht einem Reframing der Emotionen.

Da ich weder Mediziner noch Neurowissenschaftler bin ist das eine Darstellung aus meiner Sicht.

Es gibt ergänzend natürlich durchaus Techniken, die eine positive Stärkung (eine sogenannte Verankerung) bewirken und die ich selbstverständlich auch anwende, um KlientInnen unbelastet in den Alltag zurück zu lassen. Darauf detailliert einzugehen würde aber den Rahmen hier sprengen.

Ich möchte das an dem Bild eines Menschen zeigen, der zum Arzt geht, weil er eine Wunde hat, die nicht heilt. Als erstes muss der Patient dem Arzt die Wunde zeigen. Das klingt selbsverständlich – ist es aber bei einer EFT Sitzung nicht unbedingt. Viele Menschen wissen gar nicht genau, was bei ihnen weh tut. Vergleichbar mit Kindern, denen der Bauch weh tut, egal wo der Schmerz wirklich sitzt. Wenn der Wunde Punkt dann gefunden ist, wird der Arzt die Wunde vorsichtig reinigen und desinfizieren, das kann durchaus weh tun – vielleicht braucht der Patient sogar eine Spritze – erst dann kann die Selbstheilung des Körpers wieder funktionieren – die Wunde verheilt langsam. Und um das zu unterstützen, kann es durchaus mildernde Salben oder Schmerzmittel geben – in unserem Fall also positive Affirmationen.

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